Abkürzung KP = Kaltpressung
Die Kaltpressung i- anschaulich erklärt
Die Kaltpressung ist ein mechanisches Verfahren zur Gewinnung von Ölen oder Säften, bei dem keine zusätzliche Wärme zugeführt wird. Das Ausgangsmaterial – zum Beispiel Samen, Nüsse oder Zitrusschalen – wird allein durch Druck ausgepresst.
Entscheidend ist dabei:
Die Temperatur bleibt während des Prozesses relativ niedrig (meist unter ca. 40–50 °C), sodass hitzeempfindliche Inhaltsstoffe erhalten bleiben.
Ablauf vereinfacht
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Das Pflanzenmaterial wird gereinigt und ggf. zerkleinert.
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Es wird in eine Presse gegeben (z. B. Schneckenpresse).
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Durch starken mechanischen Druck tritt das Öl oder der Saft aus.
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Feststoffe bleiben als Presskuchen zurück.
Warum macht man das?
Kaltpressung wird bevorzugt, wenn man:
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natürliche Aromen erhalten möchte
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Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe schonen will
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ein möglichst unverändertes, „naturbelassenes“ Produkt gewinnen möchte🧪
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Typische Beispiele
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Körperöle
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Verzehröle
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Zitrusöle = ätherische Öle
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Abkürzung WSD = Wasserdampfdestillation
Eine Wasserdampfdestillation ist ein spezielles Destillationsverfahren, mit dem man temperaturempfindliche, schwer flüchtige Stoffe schonend abtrennen kann – typischerweise ätherische Öle aus Pflanzen .Grundprinzip
Dabei wird Wasserdampf durch ein Pflanzenmaterial oder ein Stoffgemisch geleitet.
Die entscheidende Idee:
Zwei nicht mischbare Flüssigkeiten (z. B. Wasser + ätherisches Öl) sieden gemeinsam bei einer niedrigeren Temperatur besser als jede einzelne für sich.
Dadurch:
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Verdampft der gewünschte Stoff unter 100 °C
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Er wird nicht zersetzt
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Man spart Energie
Ablauf vereinfacht erklärt
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Erhitzen von Wasser → Wasserdampf entsteht
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Dampf strömt durch das Pflanzenmaterial
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Flüchtige Inhaltsstoffe (z. B. ätherische Öle) gehen mit in die Dampfphase
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Das Dampf-Gemisch wird im Kühler kondensiert
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Öl und Wasser trennen sich (meist zwei Phasen)
